Buchtipps

Vom Verlag wird der Titel „Das alte Böse“ als Thriller beworben, ich würde ihn aber eher als spannenden Roman bezeichnen mit einem originellen Ende. Der Originaltitel lautet übrigens "The Good Liar" – zu deutsch "Der gute Lügner" In dem Roman geht es um Roy und Betty, beide über 80, die sich über ein Datingportal im Internet kennengelernt haben...
Er zählt wahrscheinlich zu den bekanntesten Menschen, die für die Abschaffung der Apartheid in Südafrika eintraten: Die Rede ist von Nelson Mandela. Viele Buchseiten, Dokumentationen, Bildbände und Biografien sind über diesen besonderen Mann und Freiheitskämpfer verfasst worden. In diesem Jahr jährt sich dessen Geburtstag zum 100. Mal. "Briefe...
Über dieses Buch zu reden ist etwas schwierig, da ich ja nicht zu viel verraten möchte. Die Spannung dieses Romans ergibt sich aus der Frage, wie die einzelnen Handlungsstränge am Ende zusammenpassen werden. Was Judith Taschler in meinen Augen wieder grandios gelingt. Wie auch in ihren anderen Büchern erschließen sich die Zusammenhänge erst im...
Bewegende Geschichte einer jungen hochbegabten Russlanddeutschen, die in schwierigen Verhältnissen lebt, aus denen sie ausbrechen möchte. Rasant erzählt, man entkommt dem Sog nicht K.N.
Wovon handelt das Buch: Deutsche Geschichte am Beispiel einer Kleinstadtfamilie - New York in den 60ern, Vietnamkrieg, Prager Frühling - detailreich erzählt in 365 "Jahrestagen" vom 20.08.1967 bis 20.08.1968 Was macht es so außergewöhnlich für mich? Die Fülle der Figuren und Details,...viel Jerichow - dort ("an der Elbe") habe ich mal gelebt...
"Wer ist Jesus? Wer ist Judas?", so möchte ich nach der Lektüre des kleinen Essaybandes von Amos Oz fragen. Oz, jüdischer Schriftsteller und einer der größten gegenwärtigen Literaten, liefert mit seinem schmalen Bändchen einen "Zwischenruf", der aufhorchen, innehalten und nachdenken lässt. Der Text geht auf eine Kirchentagsrede aus dem Frühjahr...
Das "Polackenkind" ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus...
Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten...
Ironisch-humoristisch, anrührend, ohne Sentimentalität oder Sarkasmus erzählt Christoph Hein ein beispiellos-beispielhaftes Leben in mehr als sechzig Jahren deutscher Zustände. Was verdankt ein von der Mutter "Glückskind" genannter Sohn dem Vater? Seit seiner Geburt im Jahr 1945 versucht Konstantin Boggosch, in der entstehenden DDR lebend, aus...
Was ist Heimat, was bedeutet Fremde, wie wird etwas Vertrautes fremd und das Fremde vertraut? Davon erzählt dieser hinreißende Roman und davon, wie eine junge Frau zwischen den Kulturen die eigene Identität findet.